Klimaprotest in den Medien: Wie Proteststrategien, Berichterstattung und Leserreaktionen zusammenhängen  [09.10.26]

Wie hängen unterschiedliche Proteststrategien der Klimabewegung mit der Medienberichterstattung zusammen, und wie reagiert das Publikum darauf? Dr. Claudia Thoms (540C), Tobias Schrimpf (540A) und Andreas Reich (540C) gehen dieser Frage in ihrem Open-Access-Artikel "Climate protest – what is it good for? Linking news coverage on German climate movements and reader comments" nach. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Studies in Communication and Media" erschienen.

Klimaprotest in den Medien | Bildquelle: Universität Hohenheim

 

Klimabewegungen setzen auf sehr unterschiedliche Strategien, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Medien vermitteln diese Proteste an die Öffentlichkeit. Wie sie das tun, kann prägen, wie Protest wahrgenommen wird. Die Studie verknüpft 100 Online-Nachrichtenartikel über Fridays for Future und die Letzte Generation mit 1.910 Leserkommentaren unter diesen Artikeln. Artikel über die Letzte Generation konzentrierten sich stärker auf die Protestaktionen selbst, waren negativer geprägt und lösten seltener Diskussionen über Klimathemen aus als Artikel über Fridays for Future. Die Tendenz der Berichterstattung spiegelte sich in den Leserkommentaren jedoch nicht unmittelbar wider.

Die Studie richtet sich an Forschende der Protest-, Medien- und Öffentlichkeitsforschung.

Hier geht es zum Open-Access-Artikel.

 

Zitation:

Thoms, C., Schrimpf, T., & Reich, A. (2026). Climate protest – what is it good for? Linking news coverage on German climate movements and reader comments. Studies in Communication and Media, 15(3), 402–429. doi.org/10.5771/2192-4007-2026-3-015


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